Die 10 wichtigsten SEO Faktoren 2019 (mit Infografik)

Einleitung

 

Das Thema SEO (Search Engine Optimization, oder deutsch Suchmaschinenoptimierung) ist mittlerweile fast jedem geläufig, der mit Webseiten zu tun hat. SEO beschreibt Strategien und Taktiken, um die Sichtbarkeit einer Webseite bei Suchmaschinen wie Google zu erhöhen.

Je weiter oben eine Webseite für relevante Suchanfrage bei einer Suchmaschine platziert ist, desto öfter wird diese geklickt. Webseiten, die für Suchmaschinen optimiert sind erhalten deshalb deutlich mehr Besucher (und daraus resultierend Kunden und Anfragen).

Heute stellen wir die aus unserer Sicht 10 wichtigsten Rankingfaktoren für SEO vor und geben nützliche Tipps zur Umsetzung.

Für alle die es eilig haben: In der folgenden Infografik gibt es eine kurze Übersicht – die Details werden darauf folgend besprochen.

Infografik

SEO Faktor 1: Ein gutes Backlinkprofil

Auch heutzutage sind Backlinks extrem wichtig – auch wenn man nicht mehr so viel über die Thematik hört wie noch vor ein paar Jahren.

Was sind Backlinks? Hier eine vereinfachte Erklärung:

Backlinks sind Links von anderen Webseiten, die auf die eigene Webseite verweisen. Das ist ein Signal an die Suchmaschine, dass eine Webseite wichtig ist. Hat die Webseite, auf der der Link platziert wurde selbst viele Backlinks, ist der Effekt noch stärker.

Für ein gutes Ranking in Suchmaschinen ist es daher wichtig, so viel wie möglich Backlinks von hochwertigen Webseiten zu sammeln.

Mittlerweile haben sich viele Unternehmen mehr auf Content-Marketing fokussiert und das Thema Backlinks aus den Augen verloren Dies ist ein fataler Fehler. Suchmaschinen Gewichten backlinks als Rankingfaktor nach wie vor sehr stark.

Das eigene Backlinkprofil sollte stets im Auge behalten und optimiert werden. Um einen ersten Überblick zu gewinnen, wie es um das eigene Backlinkprofil steht, bieten sich kostenlose tools von ahrefs oder neilpatel an.

Wie man das eigene Backlinkprofil durch kreative Methoden stärkt werden wir demnächst in einem anderen Beitrag darstellen.

 

Was Sie jetzt tun können:

– Überprüfen Sie Ihre Backlinks mit einem Tool wie z.B. Ahrefs

– Denken Sie darüber nach, wie Sie mehr Backlinks generieren können. Beispiele sind Gastbeiträge, der Eintrag in Webverzeichnisse und das Ansprechen von befreundeten Webseitenbetreibern

SEO Faktor 2: Schnelle Ladegeschwindigkeit

Kein Nutzer will ewig warten, bis eine Webseite geladen hat. Das haben auch Suchmaschinen erkannt und indexieren schnellere Webseiten weiter vorne. Zudem springen Besucher ab, wenn eine Webseite zu lange zum laden braucht. Wer die Ladegeschwindigkeit seiner Webseite optimiert sendet nicht nur ein starkes Signal an Suchmaschinen, sondern auch an die Webseitenbesucher.

Wie es um die eigene Webseitengeschwindigkeit steht kann beispielsweise mit diesem Tool von Google erkannt werden
Einfach die URL eingeben und sich Scores und Meldungen genau ansehen.

Die häufigsten Fehler, die wir bei langsamen Webseiten sehen, sind: Langsames Hosting, keine optimierten Inhalte und technische Faktoren wie CSS/JS.

Um die Ladegeschwindkeit zu erhöhen empfehlen wir, die Webseite auf schnellen Servern zu hosten und Bilder auf die von Google empfohlene große zu komprimieren.


Was Sie jetzt tun können:

– Überprüfen Sie Ihre Ladegeschwindigkeit mit einem oder mehreren Tools

– Finden Sie heraus, welche Faktoren die Ladegeschwindigkeit mindern. Oftmals sind es langsame Server und unkomprimierte Bilder

– Ergreifen Sie Maßnahmen zur Beschleunigung Ihrer Webseite wie Serverupgrades oder Inhaltsoptimierungen

SEO Faktor 3: Die Domain

Eine Ahrefs Studie aus dem Jahr 2017 zeigt, dass fast 60% der Webseiten auf den ersten 10 Plätzen bei Google 3 Jahre oder älter sind. Existiert eine Domain (=Webadresse) bereits seit einiger Zeit, empfinden Suchmaschinen dies als vertrauenswürdiger.

Am diesem Faktor kann man selbst sehr wenig ändern. Wer vorhat, in Zukunft eine Webseite zu betreiben kann sich die Domain jedoch bereits reservieren. Trotzdem lassen sich auf Domainebene andere Faktoren beeinflussen.

Die Domain Autorität (DA) ist eine weit verbreitete Metrik zur Feststellung der Wichtigkeit Ihrer Webseite. Die Domain Autorität setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen, die im besten Fall alle optimiert werden.

Ein weiterer Faktor auf Domainebene sind die URLs der einzelnen Unterseiten. Hierbei ist wichtig, dass die URL das Keyword (=Suchbegriff, siehe auch Faktor 9) enthält. Ein positives Beispiel einer URL für die Optimierung des Keywords “Imagefilm” wäre z.B.: www.lead-anker.de/imagefilm..Ein Negativbeispiel hierfür wäre: www.lead-anker.de/2019/10/08 oder www.lead-anker.de/aycf35drRjyCMu1dmqVN.

 

Was Sie jetzt tun können:

– Wenn Sie noch keine Webseite haben, aber ein Projekt starten möchten, reservieren Sie sich bereits die Domain so früh wie möglich

– Prüfen Sie Ihre Domain Autorität (DA) mithilfe von Tools wie Ahrefs oder Moz

– Wenn Sie eine Webseite besitzen, prüfen Sie, wie Ihre URLs strukturiert sind und ob diese Keywords enthalten

SEO Faktor 4: Eine sichere Webseite

Eine mit SSL (= secure sockets layer) versehene Webseite erlaubt eine verschlüsselte Verbindung zwischen dem Webseitenbesucher und dem Server. Normalerweise werden Daten zwischen Servern und Klienten unverschlüsselt übertragen.

Dies birgt Gefahren bei der Übermittlung sensitiver Daten (z.B. persönliche Daten oder Zahlungsmittel). SSL ist ein Verschlüsselungsprotokoll und somit ein wichtiges Sicherheitssignal an Google. Seit dem Inkrafttreten der DSGVO gibt es eine SSL-Pflicht für Webseiten mit bestimmter Datenübertragung, z.B. bei der Verwendung eines Kontaktforumlares. Manche Internetbroswer blockieren mittlerweile Webseiten, die kein gültiges SSL-Zertifikat besitzen.

Wer die Besucher seiner Webseite mit SSL schützt, ist nicht nur DSGVO-Konform und optimiert seine Sichtbarkeit in Suchmaschinen, sondern kümmert sich auch um die Sicherheit seiner Besucher.

Ob eine Webseite SSL benutzt oder nicht, sieht man sehr einfach an dem grünen Schloss, dass im Browserfenster neben der eingegebenen URL erscheint.

 

Was Sie jetzt tun können:

– Prüfen Sie, ob Ihre Webseite mit SSL Verschlüsselt ist und holen Sie dies gegebenenfalls nach

SEO Faktor 5: Mobile Bereitstellung und Responsiveness

Mittlerweile werden Webseiten zu ca. 50% von Mobilgeräten wie Smartphones und Tables besucht – Tendenz steigend. Google hat deshalb Maßnahmen ergriffen und den “mobile-first Index” geschaffen. Seit dem Jahr 2016 werden Webseiten zuerst über die mobile Version indexiert.

Wer seine Webseite immer noch nicht für Besucher von Mobilgeräten bereitstellt, wird hohe Abpsrungraten und geringe Sichtbarkeit in Suchmaschinen hinnehmen müssen.

Eine elegante Lösung für eine mobilfreundliche Webseite ist das responsive Design. Hierbei passt sich die Webseite immer der Bildschirmgröße an. Um dies zu überprüfen kann man einfach das Browserfenster verkleinern und schauen, ob sich der Inhalt anpasst. Dabei ist es wichtig, dass größere Inhalte wie Überschriften sich auf Mobilgeräte automatisch anpassen und verkleinern. Auch sollte die mobile Navigation (Menüs, Buttons) einfach und Nutzerfreundlich gehalten sein.

 

Was Sie jetzt tun können:

– Testen Sie, ob Ihre Webseite von verschiedenen Geräten (z.B. verschiedenen Smartphones, Tablets, Laptops und Desktop PCs mit großem Bildschirm korrekt angezeigt wird

– Stellen Sie sicher, dass Ihre Mobile Webseite schnell lädt (Faktor 1)

– Überprüfen Sie, ob bei der mobilen Darstellung Inhalte (z.B. Überschriften) aus dem sichtbaren Bereich herausragen und passen Sie dies an

SEO Faktor 6: Lange und Gute Inhalte

Lange, gute Inhalte gibt es weniger als kurze, gute Inhalte. Es ist nicht einfach, konsistent hochwertige Inhalte zu publizieren. Für die eigene Sichtbarkeit bei Suchmaschinen ist dieses Vorgehen jedoch Gold wert.

Inhalte, die ein Thema detailliert und verständlich abbilden bieten den Webseitenbesuchern großen Mehrwert, da sie mehr Informationen als andere Quellen liefern.

Auch Suchmaschinen profitieren von längeren Inhalten – sie können die besprochenen Themen mit mehr Text besser verstehen und einordnen. Es gibt einen Zusammenhang zwischen der Länge der Inhalte einer Webseite und der Position bei Google.

Das Ziel sollte niemals sein, so viel wie möglich zu schreiben. Nur wenn die Qualität der Inhalte stimmt, ist ein langer Text angebracht. Suchmaschinen merken, wenn der Inhalt einer Seite lang, die Verweildauer der Besucher aber kurz ist.

Was Sie jetzt tun können:

– Überprüfen Sie, wie viele Wörter die Inhalte Ihrer Seiten besitzen. Sind alle Ihre Inhalte kurz und generisch, ist Ihre Sichtbarkeit bei Suchmaschinen mit Sicherheit gering

– Überlegen Sie, wo Sie mit hochwertigen Beiträgen Ihre Webseite Ihre Webseite aufbessern können

SEO Faktor 7: Signale aus sozialen Netzwerken

Eine der Hauptfunktionen von sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram oder Twitter ist es, Inhalte zu teilen. Werden Links zu Ihrer Webseite geteilt, erhalten Sie dadurch mehr Webseitenbesucher und Sichtbarkeit. Dazu können die Social Media Accounts selbst bei den Suchergebnissen auftauchen.

Zwar sind soziale Signale für Google momentan noch kein direkter Rankingfaktor. Doch beeinflussen diese Signale eine Reihe von anderen wichtigen SEO Faktoren, die Suchmaschinen messen.

Neben positiven Effekten wie Reichweite, Community-Aufbau und Interaktion können Sie somit durch den Aufbau Ihrer Social Media Präsenz auch bei Suchmaschinen weiter oben gelistet werden.

Was Sie jetzt tun können:

– Bringen Sie Ihre Sozialen Netzwerke auf Hochglanz und verlinken Sie dort Ihre Webseite

– Posten Sie Ausschnitte Ihrer Webseite mit Verlinkung auf Ihren Accounts

– Fügen Sie DSGVO-konforme Sharing-Buttons auf Ihrer Webseite ein

SEO Faktor 8: Die Verweildauer Ihrer Besucher

Die Verweildauer beschreibt, wie lange ein Besucher auf Ihren einzelnen Webseiten unterwegs ist. Eine Möglichkeit, wie Suchmaschinen wie z.B. Google diese Zeit messen, ist das Beobachten von Suchverhalten. Gibt ein Nutzer bei einer Suchmaschine eine Suchphrase ein, klick dann auf das erste Ergebnis und springt nach wenigen Sekunden wieder zu der Suchseite zurück, merkt die Suchmaschine dies und wertet es als ein negatives Signal. Der Inhalt der Seite hat wahrscheinlich nicht den gesuchten Informationen entsprochen.

Sucht ein Nutzer jedoch nach einem Begriff, klickt auf den Link und kommt nicht wieder zu der Suchmaschine zurück, kann dies als ein gutes Signal gewertet werden – der Nutzer hat auf der entsprechenden Seite seine Informationen gefunden. Aus diesem Grund lohnt es sich, die eigenen Besucher so lange wie möglich auf der Seite zu halten. Zahlreiche Untersuchungen haben darüberhinaus eine Korrelation zwischen Verweildauer und Verkäufen bei Webshops festgestellt.

Was Sie jetzt tun können:

– Testen Sie die Verweildauer Ihrer Besucher mit einem Tool wie Google Analytics

– Denken Sie über Möglichkeiten nach, die Verweildauer auf Ihrer Webseite zu erhöhen. Beispiele hierzu sind der Einsatz von Medien und gute, lange Inhalte

SEO Faktor 9: Die richtigen Keywords

Jeder, der sich mit SEO beschäftigt, hat wahrscheinlich von Ihnen gehört: die berühmten Keywords. Das sind Suchbegriffe, die in Suchmaschinen eingegeben werden.

Für Sie und Ihre Webseite ist eine Sache wichtig – Sie möchten für die richtigen Keywords so weit wie möglich oben auftauchen. Warum sieht die Grafik eigentlich aus wie ein Spiegelei in der Pfanne? Hoffentlich rankt dieser Beitrag jetzt nicht bei den Rezepeten… Naja, zurück zum Thema: Die richtigen Keywords sind immer noch einer der top 10 Rankingfaktoren für Suchmaschinen.

Es gibt drei Arten von Keywords: short tail, medium tail und long tail. Short tail keywords sind unspezifisch und breit, long tail keywords sind sehr themenspezifisch und eng, medium tail eine Mischung aus den beiden. Für welche Art von Keywords Sie optimieren sollten, hängt vor allem von der Konkurrenz bei SEO in Ihrer Branche ab. Bei hoher Konkurrenz wird es schwierig, für short tail Keywords zu ranken.

Ein gutes Vorgehen beinhaltet stets die Recherche für geeignete Keywords, eine Wettbewerbsanalyse sowie das Einbinden der effektivsten Keywords in die eigene Webseite.

Was Sie jetzt tun können:

– Überprüfen Sie mithilfe von Tools für welche Keywords Ihre Webseite in Suchmaschinen auftaucht

– Schauen Sie sich die Sichtbarkeit für verschiedene Keywords Ihrer Konkurrenz an

– Suchen Sie nach Keywords, bei denen Sie einfach Ihre Position verbessern können und binden Sie diese in Ihre Webseite ein

SEO Faktor 10: Strukturierte Daten

Strukturierte Daten bezeichnen im Allgemeinen die Organisation von Informationen. Anstatt Informationen in einem Wirrwarr darzustellen, werden Sie mithilfe einer Struktur aufgeräumt und säuberlich dargestellt.

Im Kontext von SEO ist das Anwenden von Strukturierten Daten die Einbindung eines markups auf einer Seite. Somit werden zusätzliche Informationen zu der Webseite in Suchmaschinen dargestellt.

Das am weitesten verbreitete markup stammt von schema.org. Das Ergebnis sind sogenannte reichhaltige Suchergebnisse (rich search results). Diese beinhalten z.B. styling, Bilder oder visuelle Verbesserungen – und das direkt in den Suchergebnissen. Dadruch fällt dem Suchenden ein Eintrag in den Suchergebnissen natürlich viel mehr ins Auge und die Wahrscheinlichkeit, dass er klickt, ist viel höher.

Was Sie jetzt tun können:

– Überpüfen Sie, ob Ihre Webseite bereits ein markup verwendet. Wenn nicht, suchen Sie nach Möglichkeiten zur EInbindung

– Für WordPress können Sie beispielsweise Plugins benuten

– Lesen Sie sich zum Thema strukturierte Daten ein, z.B. auf schema.org

Zusammenfassung

 

Für uns zählen im Jahr 2019 diese Faktoren zu den wichtigsten im SEO-Bereich:

  1. Ein gutes Backlinkprofil
  2. Eine schnelle Ladegeschwindigkeit
  3. Eine hohe Domainautorität
  4. Eine sichere SSL Verschlüsselung
  5. Mobile Bereitstellung
  6. Gute und lange Inhalte
  7. Signale aus sozialen Netzwerken
  8. Eine lange Verweildauer
  9. Die richtigen Keywords
  10. Stukturierte Daten

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